Verspannungen lösen und Erkältungen, Rheuma, Migräne, Verdauungsprobleme und Zyklusstörungen lindern? So wirkt die Schröpftherapie.

Schröpfen ist ein uraltes Heilverfahren. Mit den Schröpfköpfen wird ausgeleitet und entgiftet, der Stoffwechsel verbessert. Mit dem Ausleitungsverfahren versucht der behandelnde Therapeut in gestörte und somit krankhafte Funktionen des Körpers heilend einzugreifen, indem er durch verschiedene Vorgehensweisen die Ausscheidungstätigkeit von Haut, Nieren und Darm anregt und somit der Organismus von schmerz- und entzündungserregenden Stoffen befreit wird. Eines dieser sogenannten Reizverfahren ist das Schröpfen.

Bei diesen Beschwerden setzt die Schröpfkopftherapie an:

  1. Tiefe ziehende Muskelschmerzen
  2. Störung im örtlichen Blutkreislauf (Stauungen)
  3. Bedarf an erhöhtem Muskeltonus
  4. Posttraumatische und postoperative Wiederherstellung
  5. Erkältung und leichte inaktive Erkrankungen
  6. Muskelverschmächtigung

Funktionsweise der Schröpfkopftherapie

Mit Hilfe von Schröpfgläsern wird ein Vakuum auf der Haut erzeugt. Die Haut wird eingesogen, und innerhalb von Sekunden entsteht an dieser Stelle eine Art Bluterguss. Die Schröpfstelle bleibt meist für Tage sichtbar. In einer Sitzung werden meist mehrere Gläser gesetzt, abhängig selbstverständlích vom jeweiligen Beschwerdebild. Der Erfolg, der sich mit dieser Behandlungerreichen lässt beispielsweise bei akutem Hexenschuß oder steifem Nacken, beruht auf einer Art Entzündung im behandelten Gebiet, bei der vermehrt Abwehrkörper einwandern, die Durchblutung angekurbelt und das verkrampfte und verhärtete Gewebe weich und warm wird.

Was passiert dabei eigentlich im Organismus?

Bei der Schröpfkopfbehandlung erzielt man durch den Unterdruck im Glas ein Austreten von Blut aus den Blutgefäßen der Haut und des Bindegewebes, jedoch nur an erkrankten Stellen oder bei belasteten Organen. Das dabei entstehende Hämatom (Bluterguss) verflüchtigt sich aber nicht sofort. Es kommt zu einem Resorptionsprozess, der mehrere Tage fortbesteht und das Gewebe zu einer verstärkten Reaktion provoziert. 

In der Umstimmungsphase wird das angesammelte Blut in den Weichteilen und Zwischengewebsräumen, wo es wie ein Fremdkörper wirkt, zunächst in seine Bestandteile zerlegt, bevor es abtransportiert werden kann. Der Organismus bildet dabei vermehrt Antikörper und stärkt somit das gesamte Immunsystem. Die Neubildung von Blutkörperchen und Fermenten sowie das vegetative Nervensystem werden angeregt. Eine gesteigerte Drüsentätigkeit führt zu vermehrter Ausscheidung. All diese Abläufe begünstigen einen umfassenden Heilungsprozess.

So kann Ihnen die Schröpfkopfbehandlung helfen

  1. Desoxydation und Immunitätsstärkung
  2. Erhöhung der Halbarkeit weicher Gewebe
  3. Aktivierung des Stoffwechsels und der Flüssigkeitszirkulation
  4. Beseitigung von Stagnationen
  5. Befreiung aufgestauter Talg-und Schweißdrüsen
  6. Wiederherstellung der Textur und Funktionen von Muskeln und Sehnen
  7. Auflösung der Ödeme und Schwellungen

Schröpfkopf-Massage

Die Schröpfkopfmassage verbindet die beiden Therapieformen Schröpfen und Massage miteinander und optimiert so die gesamte Therapiewirkung. Auch hier werden die sogenannte Schröpfköpfe bzw. Schröpfglocken verwendet. Dieses Naturheilverfahren ist mehr als 5000 Jahre alt. Die Wirkung ist dieselbe geblieben, nur die Technik sowie die Schröpfköpfe haben sich im Laufe der Jahre verändert. Ziel der Therapie ist es, die Selbstheilungskräfte des Organismus zu stärken bzw. in Gang zu setzen, wenn diese von sich aus nicht dazu imstande sind. Dadurch erfolgt eine Regulierung der gestörten Körperfunktionen, Schmerz-Krämpfe-Bekämpfung, Durchblutungsförderung und Entzündungshemmung.

Zu Beginn der Schröpfkopfmassage wird die Haut mit Öl vorbereitet. Die Schröpfköpfe werden an den schmerzenden Stellen aufgesetzt und dort entlang der Muskulatur gezogen, wodurch ein kräftiger Dehn- und Zugreiz ausgeübt wird. Diese Technik wirkt besonders bei verspannten Muskeln und Störungen im Haut- und Bindegewebe.

Es wird keinesfalls angestrebt, nur die Symptome zu unterdrücken. Sowohl das trockene Schröpfen als auch die Schröpfkopfmassage bewirken durch die reflektorischen Beziehungen von der Haut zum Organ eine regulierende Anregung auf den ganzen Körper und somit eine Heilung der Krankheit.

Durch das Aufsetzen der Schröpfköpfe werden die Hautrezeptoren angesprochen und bewirken nicht nur eine Verbesserung der örtlichen Durchblutung sondern über die nervalen Verbindungen auch eine intensivere Durchblutung der zu dem betreffenden Hautbezirk zugehörigen Organe. 

Die Bestätigung und damit die wissenschaftliche Basis erbrachte Henry Head durch seine Forschung. Er fand heraus, dass die schmerzenden und schmerzüberempfindlichen Hautstellen fast immer an der Körperseite zu finden sind, an der auch das erkrankte Organ liegt. Außerdem beobachtete er, dass es auch bei anderen Erkrankungen innerer Organe auf den entsprechenden Teilen der Körperoberfläche zu einer Erhöhung der Hautwärme oder einer Schmerzempfindung, aber auch zu Durchblutungsstörungen kommt, die auf nervale Wechselwirkungen zwischen den inneren Organen und der dazugehörenden Körperoberfläche deuten.

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